Die „Neue Westfälische“: Nicht von gestern, sondern von morgen

Die Neue Westfälische zählt zu den fünf größten Medienhäusern in ganz Nordrhein-Westfalen. Ihre Stärke liegt nicht nur in der Regionalität, sondern auch in der Tatsache, dass sich der Verlag mit seinen einzelnen Geschäftsfeldern breit aufstellt. Carsten Heil, stellvertretender Chefredakteur der  Neuen Westfälischen, begann seine Karriere selbst als Volontär bei der NW und erzählt in diesem Interview, was das Medienhaus Young Professionals zu bieten hat.

Warum sollten junge Menschen nach OWL kommen und nicht in Hamburg, Berlin oder Köln bleiben?
Carsten Heil: Weil Ostwestfalen-Lippe eine absolute Boom-Region ist. Das ist den Menschen, die hier leben, meist nicht bewusst. Aber in den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen merkt man es. Ganz besonders in den Bereichen der Neuen Medien, der Digitalisierung und der Unternehmens-Gründung tut sich sehr viel. Außerdem besitzt OWL einen hohen Freizeitwert. Welche Stadt von der Größe wie Bielefeld hat einen Grüngürtel mitten in der Innenstadt, der vom Jahnplatz aus in acht bis zehn Minuten zu Fuß zu erreichen ist und in dem man kilometerweit im grünen Wald spazieren gehen kann? Also  ich kenne keine. Selbst kurze Städte-Trips über das Wochenende sind wegen der tollen Verkehrsanbindung gut zu realisieren. Man ist zum Beispiel innerhalb von drei Stunden an der Nordsee. Es ist einfach eine Region, die mit einer gelungenen Mischung aus Stadt und Land daherkommt, wie man es nur sehr selten andernorts vorfindet. Ach ja, und hier gibt es auch noch eine ziemlich gute Zeitung. Eben einfach eine super Region.

Was hat die Neue Westfälische mit ihren Tochterunternehmen denn an Jobs für Young Professionals zu bieten?
Carsten Heil: Das Angebot ist extrem vielschichtig und wird sich zukünftig noch viel unterschiedlicher und abwechslungsreicher entwickeln. Die NW bietet zum einen die ganz traditionellen Berufsmöglichkeiten wie Verlagskaufmann, Controller oder Logistiker. Dann natürlich die redaktionelle Arbeit, für die ich eher sprechen kann als Mitglied der Chefredaktion. Da hat sich in den vergangenen Jahren extrem viel verändert. Wir brauchen den gut ausgebildeten Journalisten, der weiß, was eine anständige Recherche ist, der in der Region über ein gutes Netzwerk verfügt und gleichzeitig auch ein sehr hohes Verständnis von sowie Qualifikationen für neue Medien mitbringt. Auch die Bereitschaft, dies zu erlernen und auszubauen, gilt als eine der Grundvoraussetzungen. Hier Beispiele, wie es schon jetzt umgesetzt wird: Wir beschäftigen Mitarbeiter, die das Amateurfußball-Portal Fupa.net voranbringen, die das „regionale Facebook“ Lokalportal betreiben und wir verfügen über das LocafoxTeam, das dafür Sorge trägt, dass sich Konsumenten eher für den Einzelhändler vor Ort entscheiden, als bei Amazon & Co. zu bestellen.  Im Zentrum steht für uns aber immer: ErstensInformieren und dann das Bewerten und Erklären der Welt, der Stadt und der Region, für die Menschen, die bereit sind, Geld für unsere unterschiedlichen Produkte wie die Zeitung zu bezahlen.

Welche Eigenschaften würden Sie sich von Young Professionals für die NW wünschen?
Carsten Heil: In erster Linie Entwicklungsfähigkeit und -bereitschaft. Die Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen und sich damit auseinander zu setzen. Seien es neue Technologien, neue Inhalte oder neue Vertriebswege, die es zu erarbeiten gilt oder sich einfach den neuen Marktanforderungen anzupassen. Also letztlich bestimmt unser Handeln die Beantwortung der Frage: Was wollen die Menschen, die in Ostwestfalen-Lippe leben, von uns?

Was würde die NW Young Professionals bieten?
Carsten Heil: In jedem Fall eine sehr gute bis überdurchschnittlich gute Ausbildung. Das sagen nicht wir, sondern immer wieder unsere eigenen Volontäre, auch wenn sie außerhalb der Redaktion gefragt werden. Die Ausbildung ist insbesondere crossmedial. Bei uns werden Allrounder ausgebildet, die sich im späteren Berufsleben spezialisieren können. Wir machen nicht nur Zeitung. Wir machen nicht nur Online.

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Carsten Heil begann seine Karriere als Volontär.               Bild: Neue Westfälische

Wir bieten Volos auch Radio und das  nicht nur bei Radio Bielefeld, sondern auch beim WDR, wenn die jungen Leute das wollen. Beim Thema WDR steht auch das Fernsehen als Angebot zur Verfügung. So gesehen erhalten NW-Volontäre eine solide Grundausbildung, die ihnen das Rüstzeug für ihre journalistische Karriere liefert. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch interne und externe Weiterbildungen. Sie haben auch die Freiheit, sich selbst einzubringen und an Projekten teilhaben zu können. Der Wandel, den wir in den kommenden Monaten und Jahren vor uns haben, kann nur spannend sein. Die NW hat sich schließlich vorgenommen, nicht von gestern zu sein, sondern von morgen.

Was für Leute sucht die NW? Arbeitstiere und Menschen, die das Unternehmen vorantreiben?
Carsten Heil: Sagen wir mal so, „Arbeitstiere“ braucht ein Unternehmen wie die NW immer. Jeden Morgen muss eine Zeitung erscheinen und das möglichst hochwertig und mit interessanten Artikeln, exklusiven Informationen und toller Unterhaltung. Das ist die Basis auf die wir bauen. Leute mit Visionen, die Ideen haben, sind genauso gefragt. Entscheidend ist die richtige Mischung der Eigenschaften, die jeder einzelne Mitarbeiter einbringt. Genauso wie bei Zeitung und Online-Auftritt die Themen gut gemischt sein müssen. Das gesamte Packet muss einfach passen und da achten wir auch bei neuen Volontärsjahrgängen darauf, dass dort so gut wie alle Facetten entsprechend berücksichtigt werden.

Wie würden Sie so das Arbeitsklima in der NW allgemein beschreiben? Also den Tenor, trotz der unterschiedlichen Redaktionen.
Carsten Heil: In jeder Redaktion herrscht ein anderes Arbeitsklima. Das liegt einfach an der unterschiedlichen Zusammensetzung der Redaktionen vor Ort. Ich denke, überwiegend lässt sich das Arbeitsklima als kollegial bezeichnen. Es besteht eine große Kollegialität. Ich kenne wirklich alle Redaktionen und zwar sehr intensiv. Wenn einer aus privaten Gründen einmal passen muss, dann wird, wenn irgend möglich, eine Vertretung innerhalb der Redaktion gefunden. Die meisten sind wirklich daran interessiert, den journalistischen Ethos zu erfüllen und interessante Produkte zu erzeugen. Es sind die Wenigsten, die einfach ihren Tag abbummeln wollen. Eine überwiegende große Begeisterung für den Job, dass macht ja den Spaß an der Arbeit aus. Letztlich liegt es an den Menschen selbst, sich ihren Arbeitsalltag interessant und abwechslungsreich zu gestalten.

Wie sieht es bei der NW mit Elternzeit und Wiedereinstiegsmöglichkeiten in den Job aus?
Carsten Heil: Da sind wir äußerst liberal und mitarbeiterfreundlich. Ich wüsste nicht, dass jemand die Zeit nicht genehmigt bekommen hätte, die er gern für sich und seine Familie in Anspruch nehmen wollte. Das, was für den Einzelnen immer sehr wünschenswert ist, muss man für die Lokalredaktionen aber immer speziell prüfen. Die Redakteure gehören zu einem Team und die müssen es vier bis sechs Wochen auch mal mit einem Mitarbeiter weniger hinbekommen. Aber bei längeren Zeiträumen wird natürlich nach Ersatz gesucht. Generell sind wir bestrebt, den Mitarbeitern Vieles zu ermöglichen. Wenn sie das frühzeitig ankündigen, zählt für uns vorrangig, zu vermitteln und Wege zu finden, die zu einer akzeptablen Lösung führen. Sei es, ein paar Monate Auszeit als eine Art „Sabbat-Jahr“ oder was auch immer. Solange dies möglich und vertretbar ist, versuchen wir es.

Was gibt es für Zusatzleistungen bei der NW?
Carsten Heil: Es bestehen hier die unterschiedlichsten Angebote. Einerseits berufliche Fortbildungen, wenn einer z.B. mit dem Content-Management System Probleme hat. Auch über das NW-Fit-Programm gibt es verschiedene Angebote. So besteht für Mitarbeiter die Möglichkeit, beispielsweise sportlicheTermine wahrzunehmen oder andere Freizeitaktivitäten einmal auszuprobieren. Da werden wirklich die unterschiedlichsten Angebote bei der Neuen Westfälischen offeriert.

 

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