Dr.Oetker: „Bielefeld ist eine Stadt zwischen Tradition und Moderne“

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Ein Interview mit Nora Thelen, der Leiterin Employer Branding & Talent Acquisition

Warum ist Dr. Oetker in Bielefeld ansässig? Warum ist das Unternehmen nie weggezogen?

Dr. Oetker und die Stadt Bielefeld verbindet eine lange Tradition. Seit Dr. August Oetker, der Gründer des Unternehmens, in seiner Apotheke den Grundstein für das heutige Unternehmen legte, ist Dr. Oetker regional verwurzelt und hat sich gleichzeitig zu einem international wachsenden Unternehmen entwickelt. In Bielefeld kann man „Kleinstadt-Flair“ genießen, ohne auf die Vorteile einer Großstadt verzichten zu müssen. Durch die gute Verkehrsanbindung sind auch Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Köln oder Berlin schnell zu erreichen.

Was ist das Besondere an OWL? Gibt es hier Vorteile, die eine Großstadt nicht zu bieten hat?

Die Region Ostwestfalen-Lippe ist einzigartig. Neben vielen kulturellen und gesellschaftlichen Angeboten ist die Region auf Grund ihrer wirtschaftlichen Stärke reizvoll. So findet man hier zahlreiche so genannte Hidden Champions und gleichzeitig weltweit bekannte Unternehmen wie Miele, Claas, Schüco oder Bertelsmann. Und welche Großstadt hat schon direkt einen Wald, der an den Stadtkern angrenzt? Bielefeld ist eine Stadt zwischen Tradition und Moderne, in der man sogar noch zu Fuß alle wichtigen Angebote erreicht: Theater, Kinos, Kleinkunstbühnen, Restaurants, Bars, Shopping-Center, Boutiquen, Freibäder, Universitäten oder Clubs. Nicht zuletzt macht der Ostwestfale selbst den besonderen Charme der Region aus. Der Bielefelder zeichnet sich durch seine Bodenständigkeit aus und nimmt es mit Humor, wenn jemand behauptet, dass „seine“ Stadt nicht existiere.

Wie empfinden Sie das Miteinander der Unternehmen in OWL? Wie geht man miteinander um?

Die Unternehmen in OWL pflegen einen sehr guten Austausch. Sie engagieren sich gemeinsam für regionale Institutionen, Vereine und Projekte, sie arbeiten in Netzwerken zusammen, unterstützen sich wo erforderlich und kooperieren bei verschiedenen Themen. Beispielsweise im Rahmen der Ausbildung. So arbeitet Dr. Oetker beispielsweise mit Miele im Rahmen der gewerblich-technischen Berufe zusammen und zwar bei den Ausbildungsberufen Elektroniker für Betriebstechnik, Industriemechaniker und dem neu dazu gekommenen Ausbildungsberuf Mechatroniker. Mit dem Unternehmen Christinen Brunnen kooperieren wir im Bereich des Ausbildungsberufs Fachkraft für Lebensmitteltechnik. An dieser Stelle wäre noch die in Bielefeld ansässige Founders Foundation zu nennen: Im Rahmen unserer Initiative #azubidigital unterstützen unsere kaufmännischen Azubis und dualen Studenten dort Startups.

Dr. Oetker ist ein Familienunternehmen. Welche Vorteile bringt das? Glauben Sie, der Status des Familienunternehmens bringt eine besondere Verantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitern mit sich?

Dr. Oetker legt seit jeher als Familienunternehmen besonderen Wert auf die Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und engagiert sich dabei auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Ebenen. Ob Ferienspiele für Mitarbeiterkinder, Feiern für ehemalige Mitarbeiter oder zahlreiche Angebote für die aktuellen Kolleginnen und Kollegen. Das hat den Vorteil, dass sich Mitarbeiter in hohem Maße mit dem Unternehmen identifizieren. Betriebszugehörigkeiten von bis zu 40 Jahre sind da keine Seltenheit. Die Mitarbeiter werden als Individuen in den Fokus gerückt und schätzen die besondere Mischung aus der werteorientierten, nachhaltigen Unternehmenskultur und gleichzeitiger Leistungsorientierung. Die einerseits regionale Verbundenheit des Unternehmens sowie die andererseits internationale Ausrichtung mit vielen Möglichkeiten bieten ein spannendes Umfeld für die Mitarbeiter.

Wie zieht Dr. Oetker Young Professionals nach Bielefeld? Was sind Kommunikationskanäle?

Bielefeld hat als Groß- und gleichzeitig Universitätsstadt viel zu bieten. Sowohl aus beruflicher Sicht als auch durch die Freizeitbrille betrachtet ist die Auswahl in Bielefeld und OWL groß und äußerst vielfältig. Daher müssen wir niemanden hierhin „ziehen“ – wer sich mit der Stadt beschäftigt und sich die Zeit nimmt, sie einmal kennenzulernen, wird von selbst kommen wollen. Das Unternehmen ist auf vielen verschiedenen Kommunikationskanälen für seine Zielgruppen präsent – ob für Schüler, Studierende oder Young Professionals. Ziel ist es, potenzielle Mitarbeiter frühzeitig online sowie persönlich auf Dr. Oetker aufmerksam zu machen und anzusprechen. Die unternehmenseigenen Facebook- und Instagram-Karriereprofile bieten Einblicke in den Arbeitsalltag, Job- und Infoportale wie stepstone.de, traineegeflüster.de oder aubi-plus.de geben weitere Informationen über Einstiegmöglichkeiten und aktuelle Stellenausschreibungen. Das Herzstück ist natürlich die Karriereseite www.oetker.de/karriere, wo man alle Informationen rund um das Thema Karriere findet. Zudem spielt der persönliche Kontakt nach wie vor eine wichtige Rolle. Daher ist Dr. Oetker selbstverständlich auch auf diversen Hochschul- und Jobmessen anzutreffen, bietet Praktikumsmöglichkeiten und Inhouse-Veranstaltungen an. Nur durch die Nähe und den persönlichen Austausch zu Bewerbern können beide Seiten herausfinden, ob sie zueinander passen.

Welche Einsteigerberufe gibt es bei Dr. Oetker? 

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Das Team von Dr. Oetker gibt wertvolle Tipps schon beim Bewerbungsprozess. Bild: Dr. Oetker

Bei Dr. Oetker gibt es für Schüler, Studierende sowie Absolventen verschiedene Einstiegsmöglichkeiten: von Praktikum, über Abschlussarbeit, Ausbildung oder duales Studium bis zum internationalen Traineeprogramm. Natürlich gibt es auch Möglichkeiten für einen Direkteinstieg.

Warum sollte sich ein Young Professional gerade bei Ihnen bewerben?

Wo bekommt man diese Bandbreite an Möglichkeiten? Innovation und Tradition, regionale Verbundenheit und internationales Wachstum, digitales Mindset und werteorientiertes Miteinander. Bei Dr. Oetker haben Young Professionals die Chance, früh Verantwortung zu übernehmen und sich dabei stetig weiterzuentwickeln. Sie werden Teil eines international agierenden Unternehmens, das mit seiner langen Tradition eine mitarbeiterorientierte und nachhaltige Unternehmenskultur lebt. Einen hohen Anspruch hat Dr. Oetker dabei nicht nur an sich selbst, sondern auch an seine Mitarbeiter. Dies bietet die Chance, eigene Ideen proaktiv einzubringen und die Zukunft des Unternehmens mitzugestalten, was ja auch in Zeiten der Digitalisierung spannende Chancen mit sich bringt. Integrierte Konzepte wie zum Beispiel #azubidigital gehen insbesondere auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung ein und fördern die Interessen der Digital Natives.

Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre bei Dr. Oetker beschreiben? Wie geht man miteinander um?

Die Arbeitsatmosphäre bei Dr. Oetker ist von einem kollegialen respektvollen Umgang miteinander geprägt. Bei uns arbeiten Menschen mit jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit mit Azubis zusammen, die gerade von der Schule kommen. Unsere Projektteams sind teils international, allemal aber cross-funktional besetzt. Dies bringt eine besondere Unternehmenskultur und dazu gehört auch eine konstruktive Diskussionskultur. Zudem sind kreative Ideen bereichsübergreifend sehr willkommen und mit einem eigenen internen Ideenprogramm gewürdigt. Mitarbeiter können Ideen einreichen, Ideen von Kollegen bewerten und an Ideen-Workshops teilnehmen. In diesem Zusammenhang bietet das Unternehmen – in enger Zusammenarbeit mit der garage33 an der Universität Paderborn – auch ein breites Angebot an neuen agilen Lern- und Arbeitsmethoden.

Was erwarten Sie von zukünftigen Mitarbeitern? Welchen „Typ Mensch“ wünschen Sie sich?

Wir suchen Querdenker mit einer „hands on – Mentalität“, die über den Tellerrand blicken, interdisziplinär „ticken“, über einen hohen Qualitätsanspruch und Pragmatismus verfügen. Zukünftige Mitarbeiter sollten offen sein für Neues, an Lösungen, nicht an Problemen arbeiten und Bereitschaft zeigen, über die Abteilungs- und Landesgrenzen hinaus zu gehen. Flexibilität, Neugierde und Kreativität sind wichtige Eigenschaften, die ein Profil abrunden.

Was, glauben Sie, sind für Berufseinsteiger wichtige Kriterien bei der Wahl ihres Arbeitgebers? 

Wir merken immer wieder, dass für Berufseinsteiger die individuelle Förderung, Freiraum und Weiterentwicklung ein wichtiger Faktor ist, den das Unternehmen mit unterschiedlichen Maßnahmen bedient. Es wird geschaut, inwieweit Berufliches und Privates in Einklang gebracht werden können, man Themen mitgestalten kann und eine respektvolle Arbeitsatmosphäre herrscht. Diese Punkte haben wir schon immer gelebt und das macht uns als Arbeitgeber verlässlich und authentisch.

Junge Menschen wollen häufig viel erleben und sich auch privat stetig weiterentwickeln. Gibt es Möglichkeiten für junge Menschen, neben der Arbeit in Ihrem Unternehmen z. B. die Welt zu sehen? Gibt es evtl. besondere Arbeitszeitmodelle oder eine sonstige Anpassung an die Lebenswelt von Young Professionals?

Dr. Oetker bietet verschiedene Möglichkeiten der Arbeitsplatz- als auch Arbeitszeitgestaltung, was man an den über 400 individuellen Arbeitszeitmodellen erkennen kann. Mitarbeiter können, wenn es das jeweilige Jobprofil zulässt, auch im Homeoffice arbeiten. Wer internationale Erfahrungen sammeln möchte, findet entsprechende Stellenausschreibungen und kann sich darauf bewerben – bei 40 Landesgesellschaften gibt es hier viele Möglichkeiten. Wir hatten auch schon Azubis und Trainees, die nach erfolgreichem Abschluss eine Auszeit genommen haben und privat organisiert im Ausland waren. Wenn es die Umstände zulassen und Engagement und Leistung stimmen, sind wir hier offen.

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