Flexible Arbeitszeiten und Home Office sind das Mindeste!

Bild: SHS CONSULT

Heidrun Strikker, geschäftsführende Gesellschafterin von SHS CONSULT, kommt gebürtig aus Minden und setzt sich als erfolgreiche Trainerin im Bereich Business-Coaching und Change Management auch für die Karriere junger Menschen in der Region OWL ein. Dabei stellt sie fest: Ostwestfalen-Lippe ist für die Bedürfnisse junger Leute ein richtig gutes Pflaster.

„Zurückhaltend, nicht so protzig, herzlich“ – so beschreibt Strikker die Region Ostwestfalen-Lippe. Besonders sei, dass die Unternehmen miteinander sehr freundlich umgehen, das „Dutzen“ weit verbreitet ist und kein offen ausgetragener Wettbewerb herrscht. Dass man in Ostwestfalen-Lippe nicht ausschweifend mit seinem Erfolg und der Marktstellung protzt, hat aber auch Nachteile: „Die hohen Potential-Träger sind hier schlecht zu kriegen, das erleben alle Human Resources Abteilungen“, stellt die gebürtige Ostwestfälin klar. Die Großstädte sind in diesem Bereich im Vorteil. Das liegt auch am bisherigen, eher wenig aufregendem Image von Ostwestfalen-Lippe. „Die Firmen sind bekannt, aber es ist vielen immer noch nicht bewusst, dass sie hier in der Region sind“. Für die Zukunft in OWL wünscht sich Strikker, dass neben neuen Produkten auch neue Karriereformen auf den Markt kommen. Hierzu gehört es auch, Stellenanzeigen anzupassen und in der Personalpolitik auf die Menschen einzugehen.

„Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit mal im Home Office zu arbeiten, sind das Mindeste.“

Die Geschäftsführerin beobachtet aber auch, dass Ostwestfalen-Lippe eine echte Hochburg für junge Menschen darstellt. Besonders durch die stark gestiegene Entwicklung der Hochschulen und deren Einbindung in Unternehmen sei die Region schon sehr früh für Studierende spannend, weil die Unternehmen viel Wert auf die Zusammenarbeit mit den heranwachsenden Fachkräften legen. Auch für junge Menschen, die grade eine Familie gründen oder die einige Jahre in der Konzernwelt oder dem Ausland gelebt haben, sei OWL mit den vielen Mittelständlern sehr beliebt. „Die Unternehmen hier finden es gut, wenn Mitarbeiter eine Zeit lang etwas anderes kennengelernt haben, da matcht sich also etwas“, beschreibt Strikker. Auch sie selbst verbrachte einige Jahre außerhalb von OWL – und kehrte dann wieder zurück.

„Ich finde die Gegend einfach unglaublich schön und abwechslungsreich. Ich finde diese vielen kleinen Städte toll, die kulturell auf eigenen Beinen stehen. Ich finde Bielefeld klasse, weil es eine Unistadt ist. Die Bereitschaft der Unternehmen mit Unis zusammenzuarbeiten bereitet mir im Job sehr viel Spaß und ich finde, wir haben einen unheimlich soliden Mittelstand. Also wenn es nach mir ginge, würde ich nur hier in der Region arbeiten.“

Der dritte Karriereweg

Als Besonderheit in OWL benennt Strikker den „dritten Karriereweg“, der hier üblicher ist, als anderswo: eine Position, die sich zwischen Fach- und Führungskraft bewegt. „Es gibt so viele spannende Projekte. Junge Leute wollen da mitarbeiten und sich nicht mit Krankschreibungen und Urlaubsplänen beschäftigen oder in irgendwelchen Meetings rumsitzen“, so die Unternehmerin.
Diese dritte Karriere aufzubauen und zu gestalten, können kleine bis mittlere Unternehmen besonders gut, denn: „Der Mittelstand ist nicht so hierarchisch strukturiert. Du hast durch die Projektarbeit die Gelegenheit, dich auszuprobieren, dich zu zeigen, deine Fachkarriere aufzubauen“, beschreibt Strikker. In großen Konzernen sei das anders, aber in dieser Region, die vom Mittelstand geprägt ist, sei der Wunsch nach aktivem Mitwirken und weniger Personalverantwortung ein großer Trend.

SHS CONSULT

Das Team von SHS CONSULT coacht Unternehmen besonders im Bereich Change Management. „Wir sind ganz intensiv in Veränderungsprozessen involviert und begleiten Unternehmen zum Teil über Jahre.“ Verschiedenste Fortbildungen und Führungsprogramme für Mittelständler gehören dazu, die zu mehr Stabilität und Struktur im Unternehmen führen. Konkret bedeutet dies, zum Beispiel Entscheidungsworkshops und Kommunikationspläne im Unternehmen zu etablieren und den Dialog zwischen allen Beteiligten eines Veränderungsprozesses herzustellen. Die Prozesse werden dabei iterativ und agil gestaltet. Das heißt, es wird nicht über Jahre stringent dieselbe Struktur verfolgt. Das sei auch gar nicht mehr möglich. „Du kannst nicht fünf Jahre in die Zukunft schauen, drei Jahre ist schon ambitioniert“, sagt Strikker. Eine sich anpassende Prozesskultur und eine zielgruppengerechte Moderation der Führungsebene ist wichtig für einen gelungen Veränderungsprozess und dafür, dass alle an einem Strang ziehen. Hierbei unterstützt das Netzwerk von SHS CONSULT.
Für ihre Kunden fahren die freien Trainer und Consultants durch Deutschland. In OWL vertrauen unter anderem Weidmöller, Wago und Harting auf die Kompetenzen der Unternehmenscoaches.

SHS CONSULT-Consultants-Unternehmensberatung-Bielefeld
Die Consultants von SHS CONSULT: (v.l.) Anja Wegert, Pia Püschel, Heidrun Strikker, Mathias Hofmann, Dr. Kerstin Heidelmann, Dr. Frank Strikker, Susanne Recknagel und Harald Gebhardt

Bereits seit sieben Jahren ist SHS CONSULT durch das sogenannte Cross-Mentoring mit knapp 50 Unternehmen aus der Region Ostwestfalen-Lippe verbunden. „Es geht regional um die Entwicklung junger Leute in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Maschinenbauindustrie“, sagt Strikker. Das Projekt wurde mit OWL Maschinenbau als Interessengemeinschaft gestartet und bringt Mentees und Mentoren, also Berufsanfänger und langjährige Mitarbeiter, aus den verschiedensten Firmen an einen Tisch. Es entstehen Synergie-Effekte, denn die Mentees und Mentoren verbringen ganze Tage zusammen und behandeln bestimmte Themenstellungen gemeinsam. „Alle haben festgestellt, dass sich die Zugehörigkeit zur Region stärkt, dass es die Bindung ans Unternehmen festigt und alle Beteiligten ein Netzwerk haben, auf das sie in ihrer Branche immer zurückgreifen können“, beschreibt Strikker den Erfolg.

Transparente Einblicke

Das Unternehmen bindet seit vielen Jahren Praktikanten und Trainees im Bereich Training, Beratung und Moderation in ihre Arbeit mit ein. Die Praktikumszeit beträgt sechs Monate, Trainees werden innerhalb von 20 bis 24 Monaten ausgebildet. „Es gibt eine disziplinarisch routierende Zuordnung. Das heißt, ein Trainee arbeitet mit jedem unserer Consultants zusammen und fährt auch direkt mit zu den Kunden“, beschreibt Strikker eine Besonderheit. Weiter gebe es besonders tiefe und transparente Einblicke in alle Strukturen des Unternehmens. „Was die Unternehmensberatung angeht, bekommen die Praktikanten und Trainees einen vollständigen Überblick“, so die Geschäftsführerin. Wer sich bewirbt, sollte Interesse am Kennenlernen unterschiedlichster Menschen haben und auf Augenhöhe kommunizieren können.

Kontakt: http://www.shsconsult.de
Telefon: 0521 32 99 50 00

 

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